Biologisches Bohren

Beim biologischen Bohrprotokoll mit geringer Drehzahl und ohne Kühlung handelt es sich um eine von BTI entwickelte Technik, mit deren Hilfe die Präparation des Knochens bei der Aufbereitung des Implantatlagers erleichtert wird.

Mithilfe dieser Technik wird die Richtungs- und Tiefenkontrolle bei der Lageraufbereitung verbessert. Durch die geringe Drehzahl wird die Temperatur des umgebenden Knochens nicht erhöht, wodurch eine Ischämie bzw. eine Auswaschung der Alveole vermieden wird. Dadurch wird wiederum ein biologisches Bett geschaffen, das sich für die Implantation besonders eignet.

Vorteile dieses klinischen Protokolls

Der wichtigste Vorteil dieses Bohrprotokolls, das zur Verwendung mit geringer Drehzahl (50 U/min) konzipiert und entwickelt wurde, besteht darin, dass während des Bohrvorgangs Knochenmaterial gewonnen und auf diese Weise eine so große Menge gesammelt werden kann, dass dessen Verwendung als autologes Augmentat möglich ist. Im Rahmen der Untersuchung des Temperaturanstiegs bei niedriger Drehzahl konnte nachgewiesen werden, dass es sich dabei um minimale Schwankungen von 2 bis 3 Grad während des Bohrvorgangs handelt. Dieses Bohrprotokoll wurde entwickelt, um autologes Knochenmaterial für die Verwendung als autologes Augmentat zu gewinnen.

Fresado Biológico - Fresa de inicioFresado Biológico - Fresa Quirúrgica

Eine weitere Besonderheit dieses biologischen Bohrprotokolls besteht darin, dass der Knochen bei Lagerung im autologen Plasma (Endoret® (prgf®)) des Patienten einen verbesserten Erhalt der Zellvitalität erfährt, um ihn später als autologes Augmentat zu verwenden. Bei der Implantatinsertion ist im Bohrprotokoll festgelegt, dass diese ohne Kühlung (es resultiert kein Temperaturanstieg) erfolgen soll und die Implantate mit Endoret® (prgf®) benetzt werden müssen, um eine bioaktive Oberfläche zu schaffen. Anhand von klinischen Untersuchungen zur Verwendung dieses Protokolls mit BTI-Implantaten konnte eine 99-prozentige Erfolgsrate nachgewiesen werden.

BTI-Bohrer

Initialbohrer

Eignen sich zum Markieren und Perforieren der Kortikalis, ermöglichen die Änderung der Achsrichtung und eine seitliche Korrektur der Position beim Beginn der Lageraufbereitung.

 

BTI-Bohrer mit 1,8 mm. bis 5,3 mm. Durchmesser

Diese weisen eine ausschließlich apikale Schneidefähigkeit (sehr scharf) auf, verfügen aber über die Besonderheit, dass durch die spezielle Spiralform abgeschnittene Knochenpartikel haften bleiben. Dies ermöglicht die Gewinnung einer großen Menge an Knochenmaterial aus dem Aufbereitungsareal, welches später als partikuläres Knochentransplantat im selben chirurgischen Eingriff verwendet werden kann.

Versenkbohrer (Countersink Drills)

Bohrer mit einem scharfen konischen Schneidebereich, in der Größe der Implantatplattform. Mit ihm wird eine Öffnung im Kieferkamm geschaffen, die den Implantatkopf aufnimmt. Dabei wird eine übermäßige Kompression verhindert.

Möchten Sie sich mit uns in Verbindung setzen?

Kontakt